bildende kunst

BETTINA BERANEK

9. 3. bis 15. 4. 2018
galerie kunsthaus muerz


Die aus Niederösterreich stammende Künstlerin Bettina Beranek zeigt in den Räumen der Galerie kunsthaus muerz ihre neuesten Arbeiten.

Seit Jahren beschäftigt sie sich mit verschiedenen Spielarten der visuellen Wahrnehmung. Ihre Malerei ist ein ständiger Versuch, dem "Sehen" auf den Grund zu gehen.

Unsere visuelle Wahrnehmung ist ein hochkomplexer Vorgang: Unsere Augen sind ständig in Bewegung. Erst durch sogenannte Blicksprünge sind wir imstande, uns ein Gesamtbild von unserer Umgebung zu machen. Dabei sehen wir immer nur einen kleinen Teil der Welt fokussiert. Unsere Augen machen durchschnittlich 4 Blicksprünge in der Sekunde, sie tasten ständig unsere Umgebung ab, senden blitzschnell diese Einzelbilder an unser Gehirn, wo dann diese Informationen zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden. Sehen ist ein zeitlicher Vorgang. Man kann nicht alles zur gleichen Zeit sehen. Nur durch das blitzschnelle Zusammenbauen dieser vielen "Puzzlebilder" (die als Einzelbilder oft wenig Informationsgehalt haben) ist der Mensch in der Lage, sich einen Überblick zu schaffen und sich in der Welt zu bewegen.

Dabei spielen Erinnerungen und Assoziationen eine große Rolle. Unser Gehirn ordnet blitzschnell das Gesehene und vergleicht es mit anderen Seherfahrungen. Nicht durch unsere Augen, sondern durch unsere Erfahrungen, unser Wissen und auch unsere Phantasie erhalten wir ein Bild von der Welt.

In verschiedenen Werkgruppen setzt sich Bettina Beranek mit der Frage "wie funktioniert sehen" auseinander. Wie funktioniert der Sehvorgang an sich, also wie kommen die Bilder von unseren Augen in unsere Köpfe? Was sehe ich tatsächlich und was ergänze ich durch mein Wissen? Wie sehr kann ich mich auf meine visuelle Wahrnehmung verlassen?


Dauer der Ausstellung: bis Sonntag, 15. April 2018
Öffnungszeiten: Donnerstag - Samstag: 10 - 18 Uhr,
Sonntag: 10 - 16 Uhr

Eintritt frei!



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