schnupperhochschule

Frank Gerbert
«Endstation Sarajevo.»
Die letzten Tage des Thronfolgers Franz Ferdinand

mittwoch / 2. april 2014 / 19.00 c.t. uhr
kunsthaus muerz

Frühsommer 1914: Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand reist nach Bosnien- Herzegowina, um seinen Machtanspruch zu unterstreichen: Dort nimmt er mit seiner Frau ein "Bad in der Menge". Es endet schrecklich: Sie werden von einem proserbischen Nationalisten erschossen. An der Tat entzündet sich der Erste Weltkrieg.

Frank Gerbert folgt den Spuren des Erzherzogs auf seiner Reise nach Sarajevo taggenau ein Jahrhundert nach dem Attentat. Er inspiziert die Stätten, an denen der hohe Gast Halt machte, und vergleicht die Szenerien von damals mit heute. Er kommt durch ein verwundetes, zerrissenes Bosnien: Der Zwist unter den Volksgruppen, der schon 1914 brodelte, eskalierte in den 1990er-Jahren zu einem fürchterlichen Krieg. Immer wieder stößt er auf Menschen, die sich zurücksehnen nach der österreichischen Zeit.

Frank Gerbert erhellt auch die Psyche des schroffen Franz Ferdinand. Und er wirft einen genauen Blick auf die Ungereimtheiten des Attentats:
Warum gab es so wenig Sicherheitsvorkehrungen? Warum zeigte sich sogar Kaiser Franz Joseph erleichtert über den Tod seines Neffen? Wollte man Franz Ferdinand loswerden, weil er einen "Präventivkrieg" gegen Serbien ablehnte?

Frank Gerbert, geboren 1955, Geograf, Germanist, Buchautor und Journalist, veröffentlichte u.a. in "Zeit", "Spiegel" und "Focus". 2013 gab er das Weltreisetagebuch von Erzherzog Franz Ferdinand heraus, unter dem Titel "Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck".

freier Eintritt


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