alternate

CLARA LUZIA
«We Are Fish»

samstag / 25. jänner 2014 / 20.00 uhr
kunsthaus muerz

Jetzt ist sie endlich dort, wo sie so lange hin wollte: Bei lauten Gitarren, Verzerrern und wuchtigen Drums. Den Lagerfeuergitarren, die musikmachenden Frauen gerne umgehängt werden, ist Clara Luzia mit ihrem fünften Album "We are fish" endlich entwachsen, wenn das auch nicht heißen soll, dass nur mehr geklotzt wird. Die ruhigen Momente gibt’s nach wie vor - aber eben auch die längst fälligen Ausbrüche.

"With headlights on" - die Geschichte über das Treffen der Wolfsmenschen im Wald, die gemeinsam ihren Verwandlungstanz begehen - schlägt musikalisch eine Brücke zum letzten Album "Falling into place" - stellt sich aber beim Titeltrack "We are fish" bereits als Irrweg heraus. Der Kammerfolkpop ist nun passé, die Verzerrer werden ausgepackt, die fetten Bässe (Max Hauer und pauT) in Stellung gebracht: "We built a new continent that will swallow us all" - harter Tobak, aber angesichts der immer größer werdenden Müllinseln in den Weltmeeren muss mal kräftig auf den Tisch gehauen werden. Die Themen kreisen auch weiterhin um Existenzielles: Die eigene Endlichkeit ("A Presentiment"), die Interdepenz der Menschen und ihre Folgen ("No one’s watching"), die Notwendigkeit des Falls vor dem Wiederaufstieg ("The Fall") und den eigenen Dämonen ("The menace is my head"). Musikalisch wurden die Regler diesmal also lauter gedreht, das kleine Schlagzeug gegen ein fettes Set getauscht und der Bass von Neuzugang pauT tut sein Übriges, um "We are Fish" druckvoller als seine Vorgänger klingen zu lassen. Schlagzeugerin Ines Perschy hat mehr denn je ihr Drumset zu einem eigenständigen Instrument gemacht und peitscht die restliche Truppe durch die Nacht ("With headlights on", "Leave the light on") oder lässt mit nonchalant gespielter Hihat und Snare die Kühle des Ozeans erahnen ("We are fish"). Heidi und Roswitha Dokalik sorgen an ihren Streichinstrumenten neben Walgesängen auch für Klezmer-Zitate und druckvolle Triolen ("No One’s watching"). Und Max Hauers famoses Klavierspiel eröffnet Album "We are fish" mit einem ausgedehnten Solo.

20€ / 10€


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kh

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