literatur

»Die Sprachkunst Gerhard Rühms«
Symposion und Literaturfest

19. bis 22. september 2019 / 17.00 uhr
kunsthaus muerz

Gerhard Rühm zählt als Schriftsteller, Musiker und bildender Künstler zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten des 20. und 21. Jahrhunderts, die Verknüpfung der Künste und Gattungen ist charakteristisch für die Kunst der Neo-Avantgarden, zu deren maßgebenden Vertretern Rühm gehört. Rühm, der bei dem Zwölf-Ton-Komponisten Josef Matthias Hauer studierte, hat sich in seinem gesamten Werks-Kosmos mit den verbo-voco-visuellen Dimensionen sprachlicher Gestaltung auseinandergesetzt und die Anwendung konkreter Prinzipien auf neue Formen für das Theater (z.B. rund oder oval, 1954), das Hörspiel (z.B. ophelia und die wörter, 1969), die Intervention in den Stadtraum, aber auch für neue Formen der Prosa (die frösche, 1958), des Dramas (reisefieber, 1989) und des Romans (textall, 1993) entwickelt. Seit 2005 erscheint die Ausgabe seiner gesammelten Werke, die auf 10 Bände (bzw. 16 Einzelbände) angelegt ist. Das Symposion im kunsthaus muerz soll nun nach den großen Ausstellungen, die dem bildnerischen Werk Rühms in den letzten Jahren gewidmet waren, zentrale Aspekte von Gerhard Rühms facettenreichem literarischen Werk darstellen und damit zu einer in ihrer Komplementarität umfassenden Beleuchtung dieses für die deutschsprachige Literatur so innovativen Autors gelangen.


donnerstag, 19.9.2019 / 17.00 uhr
galerie kunsthaus muerz
Eröffnung der Ausstellung „Künstlerbücher und Textarbeiten“ durch Roman Grabner (Kurator)
19.00 uhr / kunsthaus muerz
Gerhard Rühm: Klavierstücke und Chansons

freitag, 20.9.2019 / kunsthaus muerz
9.30 – 12.30 uhr

Bernhard Fetz: „jetzt“: Stichwörter zu einem Energiefeld im Rühm-Universum
Andreas Hapkemeyer: Der temporäre Aspekt in Gerhard Rühms Schreibmaschinentexten
Arnhilt Inguglia-Höfle und Sanna Schulte: Das Archiv des Archivars. Ein Streifzug durch den Vorlass Gerhard Rühms am Literaturarchiv der ÖNB
14.00 – 17.00 uhr
Tyrus Miller: Logonautics: Language, Space, and Utopia in Gerhard Rühm’s „textall: ein utopischer roman“
Hans-Edwin Friedrich: „den grossen roman halte ich für anachronistisch“. Zur Konzeption von „textall. ein utopischer roman“
Herbert J. Wimmer: LOOPEN UND SWITCHEN IM OFFENEN SPRACH-KONTINUUM, einige bemerkungen zu „textall: ein utopischer roman“
18.00 uhr
Lesungen
Franz Josef Czernin, Gundi Feyrer, Max Höfler, Gerhard Jaschke, Ilse Kilic, Margret Kreidl,
Rosa Pock


samstag, 21.9.2019 / kunsthaus muerz
9.30 – 12.30 uhr

Ronald Pohl: „Abbildungsverhältnisse“. Notationen und die mimetischen Auswirkungen einer „Neuinstrumentierung“ von Welt. Unter besonderer Berücksichtigung von Gerhard Rühm
Thomas Eder: „riechen sie doch! riechen sie!“ Synästhesie im Buch und Gerhard Rühms „rhythmus r“
Roland Innerhofer: Zwischen „Schallereignis“ und semantischer Konfiguration: Gerhard Rühms radiophone Poesie
14.00 – 18.00 uhr
Peter Rosei: Zu Gerhard Rühm, anhand seines Staub-Lamentos
Friedrich W. Block: Witz und Witze. Zum Zusammenhang von Poiesis und Komik in der Sprachkunst Gerhard Rühms
Monika Schmitz-Emans: Gerhard Rühms Buchtheater. Zu „Mann & Frau“ und „Comic“
Paul Pechmann: „das verkürzte alphabet verzichtet auf den unterleib“ – Einige Anmerkungen zu „reisefieber. theatralische ereignisse in fünf teilen“
18.30 uhr
Gerhard Rühm und Monika Lichtenfeld:
Solotexte und Sprechduette

sonntag, 22.9.2019 / kunsthaus muerz
9.30 – 11.00 uhr

Roman Grabner: vertuscht und zugemalt. Aspekte des bildnerischen Werkes von Gerhard Rühm
Florian Neuner: „ein stück realisierte theorie“. Überlegungen zum Verhältnis von Konzept und Experiment
11.30 – 13.00 uhr
Podiumsdiskussion:
Politik und die Literatur Gerhard Rühms
Florian Neuner: einleitendes Statement
Mit: Erich Klein, Kurt Neumann,
Ronald Pohl, Peter Rosei
Moderation: Paul Pechmann, Thomas Eder


Eintritt frei












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